Das Relaishotel I DUE ROCCOLI entstand durch die Restaurierung und Vereinigung mehrerer historischer Gebäude. Den ältesten Teil dieser Anlage bildet ein mittelalterlicher Turm aus dem 15. Jahrhundert, der in die Gebäudefolge integriert ist und heute das Restaurant aufnimmt. Ein Zeugnis aus der Entstehungszeit des Turms ist ein Fresko von 1500, das kürzlich restauriert wurde; es zeigt Sankt Martin zu Pferd, der den Umhang zerteilt. Die heutige Villa, die sich dem See zuwendet, entstand im 19. Jahrhundert durch dem Umbau eines Landhauses aus dem 17. Jahrhundert; aus der ersten Bauphase erhalten geblieben sind die eindrucksvolle kleine Kapelle aus dem späten 17. Jahrhundert sowie der originelle Kamin. Die beiden Baustrukturen, das antike Landhaus und die Villa, sind durch eine Reihe von in das Gelände integrierten Zimmern miteinander vereint. Die Außenanlagen sind durch eine gekonnte Landschaftsarchitektur akzentuiert.

Der Name “I DUE ROCCOLI” leitet sich aus einer alten Jagdtechnik mit Netzen ab, die in der Region um Brescia und Bergamo sehr ausgefeilt und raffiniert betrieben wurde. Diese Technik entstand aus der Beobachtung der Wanderbewegungen der Vögel, die während ihres Durchflugs bestimmte Strecken zurücklegten; da sie möglichst geringe An- und Abstiege wählten, bevorzugten sie Gebirgssättel und Pässe, wo unzählige dieser “Roccoli”, turmartige Bauten als Ansitze für die Jagd, entstanden. Die Passion, die für diese Roccoli entstand, entstammt aus der jahrhundertelangen Bedeutung für den Nahrungserwerb der armen Talbewohner. Aus einer Studie, die in diesen Regionen durchgeführt wurde, ergab sich, dass die dortige Bevölkerung ihren Proteinbedarf im Wesentlichen aus der Vogeljagd deckte. Die Roccoli wurden zwischen den Baumkronen von (kreis- oder rechteckförmig angeordneten) Rotbuchen, Eichen oder Hainbuchen eingerichtet, die zu diesem Zweck über Jahrzehnte beschnitten und modelliert wurden. Von hoch aufragenden Ansitztürmen, durch einige dieser Bäume verdeckt, wurden Vogelscheuchen oder besondere, federbestückte Boomerangs geworfen, die von den Vögeln für Raubvögel gehalten wurden, sodass sie instinktiv und fluchtartig nach unten flogen, wo sie in vorbereiteten, maskierten Netze gefangen wurden. Diese von unseren Vorfahren ausgeübte Jagdtechnik wird heutzutage nicht mehr praktiziert; dennoch möchten wir die Erinnerung an diese charakteristische Tradition, die weit zurückliegende Ursprünge hat, bewahren und überliefern.