Franciacorta

Längs der südlichen Ufer des Iseosees öffnet sich das wundervolle Gebiet der Franciacorta, eine Hügellandschaft die bis zur Stadt Brescia reicht, in einem weiten, durch Gletschermoränen aus der Valle Camonica geformten Amphitheater. Die Bezeichnung geht anscheinend auf einige kleine benediktinische Mönchssiedlungen zurück, die im Hochmittelalter auf den Hängen hin zum Iseosee aufgebaut wurden. Diese wurden als “curtes francae” bezeichnet, da sie vom Abgabenzwang befreit waren an die Ortsherren und an den Bischof, der die Transport- und Handelskonzessionen nach außerhalb der Grenzen vergab. davor waren hier der Gallierstamm der Cenomanen ansässig, die Römer und die Langobarden, wie von historischen Schriften bezeugt wird. Schon immer hatte das Gebiet eine Berufung zum Weinanbau, bezeugt unter anderem durch Funde von Traubenkernen aus der Pfahlbauzeit sowie in späterer Zeit, durch die klassischen lateinischen Schriften.

Vite Franciacorta

Die Entwicklung des Weinanbaus, heutzutage ein nicht wegzudenkender Bestandteil der örtlichen Wirtschaft, beginnt etwa in den 60er Jahren, als die ersten Kellereien entstanden. Das Wachstum fährt fort während der 70er, dank dem Abenteuerlust verschiedener Unternehmer die sich zu Investitionen in den Weinanbau entschließen. heutzutage ist die Franciacorta ein fester italienischer Bezugspunkt, nicht nur im Inland bekannt, sondern auch außerhalb Italiens geschätzt für die hochqualitativen Eigenschaften der hiesigen Weinsorten.

Castello Gussago

Besonders während der letzten zwanzig Jahre wurde die Herstellung und der Handel von Schaumweinen immer wichtiger und heute verleiht die Franciacorta ihren Namen einem DOCG-klassifizierten Schaumwein: dieser wird erhalten durch das klassische Verfahren, eine Herstellungsprozeß der die erneute Fermentation in der Flasche verursacht mittels Zugabe von ausgewählten Hefe- und Zuckerarten.